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erstellt von Kurt am 20.06.2016 / letzte Änderung am 20.06.2016
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Dieser Bericht beschreibt eine kleine Tour durch den Chattengau, einem schönen Landstrich in Nordhessen.
Die Chatten
waren ein germanischer Volksstamm, der im Bereich der Täler von Eder und Fulda siedelte.
Unsere heutige Tour begann in der nordhessischen Kleinstadt Gudensberg, mitten im Chattengau. Diese ist auch bekannt durch die Burgruine der Obernburg, von der man einen herrlichen Ausblick in den Chattengau hat, den wir bei dieser kleinen Runde etwas durchstreiften.
Aus dem Ort heraus benutzten wir die Gudensberger Panoramarunde, dann ein Stück die Landstraße bis Metze und ab hier ging es los mit Chattengau. Bis Wichdorf folgten wir der "Tour de Chattengau" und dann ein Stückchen
dem "Chattengau-Fulda-Radweg". Wir fuhren weiter nach Merxhausen, vorbei an der Landesheilanstalt im ehemaligen Kloster Merxhausen für psychisch kranke Menschen. Merxhausen gehört zur Gemeinde Bad Emstal, ursprünglich Sand. 1976 wurde in Sand eine Thermalquelle erbohrt und es begann der Ausbau zum Thermalbad. 1992 wurde der Gemeinde Emstal die Bezeichnung Bad verliehen. Trotzdem ist es weiterhin ein verschlafenes Nest, aber mit recht romantischer Radwegführung. Hier überquerten wir dann auch zum ersten Mal die Bahnstrecke des Hessencourriers, eine Nostalgiebahn von Naumburg nach Kassel-Wilhelmshöhe. Dem gleichnamigen
Radweg folgten wir dann bis Naumburg im Tal der zwei Burgen. "Im gewundenen Tal der Elbe liegt die idyllische Fachwerkstadt umgeben von Märchenwäldern, Blumenwiesen und Feldern". So blumig beginnt die Info-Tafel am Bahnhof, aber schön ist es schon hier, und das Märchen vom Froschkönig soll hier seinen Ursprung haben.
Bis Geismar kurz vor Fritzlar befanden wir uns jetzt im Tal der Elbe, die zwischen Ungedanken und Fritzlar in die Eder mündet. Von Naumburg über Elbendorf bis Altendorf war der Hessische Ferndadweg R4 recht beschaulich, dann mussten wir leider mit der Landstraße bis nach Züschen Vorlieb nehmen. Ab hier über Geismar bis Fritzlar ging es wieder gemütlich dahin.
Das
Wetter hatte sich inzwischen verschlechtert, und so fuhren wir zügig über Werkel und Obervorschütz nach Niedervorschütz, wo eine deftige Hessische Brotzeit auf uns wartete. So gestärkt waren die letzten 5,5 Kilometer über Maden nach Gudensberg ein Klacks.
Wie schon in dem Bericht "Nordhessen - Das Beste" beschrieben, ist dieser Landstrich immer eine Reise wert.
Eins hat sich uns jedoch nicht ganz erschlossen: Man schreibt Chattengau und spricht Kattengau. Warum sagen dann die Leute dort zum Chiemsee (sprich: Kiemsee) immer Schiemsee?
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