Rücksprung zum vorherigen Bild oder zum letzten Thema
erstellt von Silvia / Thomas am 07.08.2013 / letzte Änderung am 22.05.2021
Dieser Bericht wurde 624 mal angesehen.
Im letzten RoRadl-Urlaub in der Südsteiermark hatten wir anscheinend noch nicht genug Hitze abbekommen hatten. So beschlossen wir im Juli ein paar Tage nach Südtirol zu fahren.
Da wir es
trotz der Nähe noch nicht geschafft hatten, dort zu urlauben, ergab sich eine große Auswahl an ungesehenen Möglichkeiten. Wir entschieden uns für Eppan, das in unmittelbarer Nähe zu Bozen liegt. Weil wir bis jetzt auch noch nie die Gelegenheit hatten, bei einer der von RoRadln immer wieder angebotenen Radtouren rund um Bozen mitzufahren, war uns das auch bis Dato völlig unbekannt.
Wir fuhren früh los und wurden auch schon weit vor der offiziellen Bezugszeit von unserer Pensionswirtin
Frau Stampfer herzlich in Eppan/St.-Pauls in Empfang genommen. So konnten wir uns gleich auf unsere Fahrräder schwingen und loslegen. Da ich leider durch mehrere Antibiotika-Behandlungen und einem erneuten Hörsturz in den letzten Monaten noch ziemlich unfit war, musste Thomas große Rücksicht nehmen, und wir konnten nur die nächste Umgebung erkunden. Aber da wir mit wunderschöner Natur und atemberaubenden Ausblicken auf die Bergwelt Südtirols auch direkt vor der Haustüre gesegnet waren, wurde dies nicht zum Problem.
Los ging's gleich nach Schloss Sigmundskron,
das das Messner Mountain Museum Firmian beherbergt. Das ganze Areal, das sich mit dem Thema Mensch und Berg auseinandersetzt, ist sehr harmonisch angelegt und lädt zum Verweilen ein, auch wenn die Irrungen in der Wegführung absichtlich herbeigeführt wurden. Die Weiterfahrt zu den Montiggler Seen konnte ich an diesem Tag leider nicht mehr bewältigen, und so wurde dies vertagt. Wir konnten diesem nachgeholten Ausflug auch nicht ganz so viel abgewinnen, da diese Seen zwar ein beliebtes Ausflugsziel für Badegäste sind, wir aber nicht vor hatten, uns in den kostenpflichtigen Badebereich
zu begeben. Tut man dies also nicht, ist die Aussicht auf den kleinen wie auf den großen Montiggler See sehr beschränkt, da diese von viel Wald beziehungsweise Zäunen umgeben waren.
Es gibt in dieser Region eine riesige Anzahl von Burgen und Schlössern. Einen Teil davon wollten wir natürlich besichtigen und wurden nicht enttäuscht. Zuerst stand Schloss Korb auf dem Programm, welches ein feines Hotel beinhaltet. Die Weiterfahrt zu Schloss Boymont war sehr schwierig, da es steil Bergauf ging, und die Strecke eigentlich ein Wanderweg ist. Nach dem Erklimmen des Berges zu Fuß wurden wir mit einem klasse Ausblick vom Schloss belohnt, welches im übrigen
auch eine Einkehrmöglichkeit beherbergt. Weiter ging es zur Burg Hocheppan, die ebenfalls auf einem Wanderweg zu erreichen ist. Also haben wir unsere Räder abgesperrt und den Aufstieg gestartet. Nach Erreichen der Burg kann man auch hier einkehren, das Bauwerk besichtigen und sich sogar im Bogenschießen üben.
Sehr zu empfehlen ist eine Fahrt nach Lana durch die Obstgärten vor einer traumhaften Hintergrundkulisse. Erfrischt durch die Sprinkleranlagen fuhren wir bequem auf dem luxuriösen Etsch-Radweg zurück. Da in dieser Gegend ja auch der Wein
nicht fehlen darf, wollten wir nach einer Weinverkostung bei Girlan auch noch einem Bioweinbauern testen, durch dessen Weinberge wir auf den Weg zu den Eppaner Eislöchern fuhren. Uns begrüßten zwar Enten, Hühner, Hasen und etliches anderes Getier auf diesem Hof, aber leider kein menschliches Wesen. So radelten wir wieder weiter nach St. Michaels, den Hauptortsteil von Eppan und fragten in dem kleinen Feinkostladen von Martin Windegger im Ortszentrum nach. Dieser kannte den Betreiber des Biohofs Gandberg natürlich persönlich, rief diesen gleich an und fand heraus (wie sollte es auch anders sein), dass dieser gerade beim Klettern unterwegs war.
Herr Windegger ließ es sich aber nicht nehmen und holte kurzerhand seine Mutter aus der Wohnung im ersten Stock, um den Laden zu überwachen und fuhr los um uns den gewünschten Wein vom Hof zu besorgen. Von solch tollem Service mit dem direkten Draht zu den regionalen Erzeugern und noch dazu zu Preisen, wie vom Hofverkauf, kann man sonst eigentlich nur träumen. Sollte jemand in dieser Gegend sein, dieser Laden ist nur zu empfehlen.
Nach 5 Tagen mit viel beeindruckender Landschaft, gutem Essen, noch besserem Wein und viel Seele baumeln lassen fuhren wir wieder nach Hause, mit dem sicheren Wissen: Wir kommen wieder. Das nächste Mal vielleicht auch mit der kompletten RoRadln-Gruppe und unter der kompetenten Tourenführung von Kurt.
Rücksprung zum vorherigen Bild oder zum letzten Thema
Diverse Berichte
Freie Weltkarte
Das Dokument ist zu Ende. Es folgt nur noch die Navigation in der Fußzeile.